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23.08.2010 - CJD Waren (Müritz)
Frische Kräuter und Blumen aus der Schule
Es gibt wohl nur wenige Schulen, die einen eigenen Produktkatalog vorweisen. Die Produktionsschule Müritz in Waren bringt ein solches Heft unter ihre möglichen Kunden. Auf 23 Seiten werden Waren von der Holzbank und dem bedruckten T-Shirt bis zu Kräutertöpfen, Gemüse und Apfelsaft, aber auch Dienstleistungen wie Kinderanimation und Auftritte des Puppentheaters präsentiert.
Alle Angebote wurden in den Werkstätten der Einrichtung, die vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. CJD getragen wird, von Schülern hergestellt oder vorbereitet. Es gibt die Bereiche Forst und Fischerei, Handel und Verkauf, Landwirtschaft, Garten und Landschaftspflege, Büro und Medien sowie die Musische und die Holzwerkstatt.
Meinungen aus der Wirtschaft:
Beiratsmitglied Günter J. Stolz, Präsident des Unternehmerverbandes Strelitz-Müritz, verweist darauf, dass sich die Wirtschaft Gedanken um den Nachwuchs mache und über die zurückgehenden Schulabgänger- und damit Bewerberzahlen ständig mit der Politik in Diskussionen sei. Als einen falschen Schritt sehe er es zum Beispiel, wenn Berufsschullehrer auf Teilzeit gesetzt würden, während viele Berufsschüler dringend Förderunterricht bräuchten. "Das Bildungssystem hat versagt", meint er und verweist auf die hohe Zahl von Jugendlichen, die ohne Abschluss die Schule verlassen....
Marlies Händschke, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Müritz-Demmin und Beiratsmitglied: "Die Produktionsschule ist finanziell aufwendig, aber es kommt etwas dabei raus." An der Produktionsschule würden die jungen Leute so gefördert, dass die Wirtschaft sie als ausbildungsfähige Bewerber einstellen kann.
Hans-Ulrich Paetsch, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes und Beiratsvorsitzender sagt: "Und wer hier an die Produktions-schule geht, der ist freiwillig hier. Das finde ich ganz wichtig. Das ist eine Chance, und die meisten nutzen sie".







