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28.06.2011 - CJD Waren (Müritz)
Fachtag 2. Chance
Durch den Tag leitete H. Storrer von der Caritas Schwerin, der mit interessanten und provokanten Fragen die Podiumsmitglieder (E. Rehberg [MdB], K. Falkenberg und Petra Weise [Fachausschuss Schulsozialarbeit], R. Northoff [Hochschule Neubrandenburg], D. Scheer [Jugendamt Greifswald], K.Müller [Schulamt Greifswald], B. Schröder [Sozialministerium Schwerin]) aus der Reserve zu locken wusste und darauf achtete, dass der enge Zeitrahmen eingehalten wurde.

Eine kurze Einführung gab Kerstin Kruse von der ESF-Regiestelle, die das Projekt und dessen nähere Zukunft kurz darstellte. Im Anschluss beleuchtete Prof. Dr. R. Northoff von der Hochschule Neubrandenburg das Phänomen Schulverweigerung aus psychologischer Sicht und stellte klar, dass es immer einen kleinen Prozentsatz Jugendlicher geben wird, die aus entwicklungspsychologischen oder strategischen Gründen eine Abstinenz vom Lern- und Erfahrungsort Schule vorziehen werden.
In der Podiums- und Zuschauerdiskussion wurden verschiedene Felder angeschnitten, u.a. Inklusion, Einkommensarmut, Attraktivität von Arbeit vs. soziale Hängematte, um einen gesellschaftlichen Kollaps zu verhindern und eine klarere Trennung von Schulsozialarbeit und 2.Chance hervorgehoben.
Aus dieser Debatte ergaben sich klare Botschaften an das Sozial- und Bildungsministerium:
- Entwicklung eines eigenen Landesprogrammes, damit keiner
verloren geht
- andere Lehr- und Lernbedingungen an Schule
- Stärkung des Erziehungsauftrages in Schule
- Bildung einer Interessengemeinschaft für benachteiligte Jugendliche/Bildungsrat.
Ohne die engagierten Mitarbeiter der Koordinierungsstelle des CJD Waren mit Sitz in Teterow und der unermüdliche Mithilfe von Carola Becker von der Koordinierungsstelle START in Güstrow wäre diese Veranstaltung in Zeiten der Ungewissheit sicherlich nicht auf so große Resonanz gestoßen. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle mitwirkenden Akteure.








