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08.11.2011 - CJD Waren (Müritz)
Familien sollten ein Standortfaktor sein
Erste Kinder-, Jugend- und Familienmesse erweist sich als großer Erfolg. Mehr als 30 Projekte wurden vorgestellt.
Güstrow.Es geht
viele Angebote für verschiedene Altersgruppen im neuen Landkreis Rostock. Das
zeigte die erste Kinder-, Jugend- und Familienmesse, die am vergangenen
Sonnabend in der Güstrower Viehhalle vom Landkreis Rostock in Zusammenarbeit mit
dem Verein „Lernen aktiv“ initiiert wurde. Mehr als 30 Aussteller präsentierten
sich und ihre Angebote. Wichtig war den Veranstaltern vor allem eins: Die
verschiedenen Träger und Gruppen aus den verschiedenen Regionen sollten sich
kennen lernen und miteinander ins Gespräch kommen. Es konnte noch nicht
wirklich geklärt werden, wie man im neuen Landkreis konkret „zusammen wachsen“
kann. Aber eines wurde in einer Podiumsdiskussion deutlich: Familien sollten
ein Standortfaktor sein, dem im gesamten Kreis große Bedeutung zukommen muss.
Aus zwei mach eins. Dies bedeutet die Zusammenlegung der Landkreise Bad Doberan
und Güstrow zum Landkreis Rostock. Angesichts der Vielfältigkeit von sozialer
Arbeit im Bereich Familie ist dies kein leichtes Unterfangen. Dies stellten die
Zuhörer bereits bei der Podiumsdiskussion fest, die von Bürgermeister,
Kreistagspräsidentin, aber auch Verwaltungsmitarbeitern aus dem Bereich Jugend
und Familie geführt wurde. Eggo Habelt, Bürgermeister in Lelkendorf, betonte
die Finanznot auf dem Lande. „Wir brauchen eine bessere Finanzausstattung“,
forderte er. Doch genau diese sehe er mit dem Großkreis noch mehr in Gefahr als
bisher. Die ländlichen Räume dürften nicht „hinten runter fallen“. Jetzt schon
passende Antworten parat zu haben, ist vielleicht auch noch zu früh. Aber eines
hob Ilka Lochner-Borst hervor. „Bei allem was wir tun ist es wichtig, dass wir
das außerschulische Engagement mit dem schulischen verknüpft bekommen.“
Insbesondere schaue sie da auf die Ganztagsschule. Als eine der größten Aufgabe
sehe sie die Schülerbeförderung im neuen Landkreis.
Es gibt also viel zu tun. Die erste Kinder -, Jugend- und Familienmesse aber
hat ihr Ziel erreicht. Die Akteure konnten sich kennen lernen, die Arbeit des
Jugendamtes wurde vorgestellt und die Träger präsentierten ihre Aktivitäten.
Unter anderem waren auch Mitarbeiter des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD)
dabei. Anna-Maria Schult und Susanne Schlegel stellten ihre Arbeit in der
Intensivpädagogischen Wohngruppe in der Villa Seeblick in Dahmen bei Teterow
vor. „Wir wollen uns heute natürlich hier, damit auch in Bad Doberan und
Rostock unser Angebot bekannt ist“, formuliert es Anna-Maria Schult. Für Bianca
Lübcke als Kreisjugendpflegerin ist alles richtig gut gelaufen. „Ich bin
begeistert, wie viele Aussteller ihre Projekte vorstellten“, sagte sie
abschließend. Ihrer Meinung nach sollte diese Art von Messe in jedem Falle
wiederholt werden. „Alle zwei Jahre wäre gut.“
Nordkurier „Mecklenburgische
Schweiz“, Dienstag, 1. November 2011







